Mein Weg mit einem Bandscheibenvorfall (L5/S1) – #5

Seitdem ich mich um meine Gesundheit und nicht um meine Krankheit kümmere, geht es mir besser.

 

…Das roch auf jeden Fall sehr gut und angenehm. Danach fühlte ich mich relativ gut. Nachdem das erledigt war, wurde ich wieder aufs Zimmer gebracht, ehe ich für die CT-gestützte Infiltration abgeholt wurde…

Ich habe davor meditiert und mir in Gedanken immer wieder wiederholt, dass es nicht schmerzhaft sei und mich heilen wird. Meditativ habe ich es manifestiert und immer wiederholt. Ich wurde mit dem Krankenbett reingeschoben und es ging bald zur Sache. Zuerst wurde ein Kontrastmittel in den unteren Rücken gespritzt, das reagiert wiederum mit dem CT, sodass der Arzt sieht, wo er punktgenau mit der zweiten Spritzen umspülen muss. Als die zweite Spritze in mich eindrang, hab ich den Piecks nur sehr leicht wahrgenommen, als endlich die Bandscheibe und die Nervenwurzel umspült wurden, spürte ich ein Gefühl, dass an einen Elektroschock im Inneren des Körpers erinnerte. Also vom Ansatz des Nervs ins Bein, bis in die Zehen. Nachdem Injizieren des Schmerzmittels habe ich das Gefühl eines begonnenen Krampfes wahrgenommen, der sich jedoch nicht komplett entwickelte, und dann bald verschwunden war. Der Arzt war sehr klar und aufrichtig in seiner Ausdrucksweise, hat alles genau erklärt und versucht die Situation auch etwas aufzulockern mit Gesprächen und Fragen. Es ist zwar nicht das Angenehmste und freiwillig würde ich es nicht durchführen, wenn es nicht unbedingt sein muss, aber es war in Ordnung.

Nach der Infiltration wurde ich wieder aufs  Zimmer gebracht und sollte zwei bis drei Stunden am Rücken liegen bleiben und nicht aufstehen, es bestünde die Möglichkeit, dass aufgrund der Infiltration das Bein einschlafen kann oder es kurzzeitig taub wird, das ist beim Gehen eher ungünstig, deswegen sollte man liegenbleiben. Nach etwas Schlaf und Lesen waren fast drei Stunden vorbei, ehe ich wieder auf den Beinen war. Ich kann mich noch genau erinnern, als ich auf der orthopädischen Station eine Runde ging, hatte ich starke Schmerzen und humpelte eher als dass ich fließend ging. Nach einer zweiten Runde wurde es besser, aber sehr unangenehm, ein starkes Stechen. Ich habe es mir so erklärt, dass es durch die Infiltration etwas rebellisch gemacht wurde. Nach einigen Stunden verging das auch wieder. Die restlichen Tage waren unspektakulär im Spital. Therapien mit der Physiotherapeutin, physikalische Behandlung, selbstständiges Durchführen von Übungen, kleine Spaziergänge im Gebäude und Schmerzmedikation.

Wieder zuhause

Zuhause angekommen fühlte ich mich etwas dasig, natürlich auch der hohen Medikation geschuldet, der Garten wirkte surreal und anders. Ich war nur 5 Tage weg, aber ich merkte Unterschiede am Wachstum der Pflanzen in den Beeten, die Vegetation schritt fott – das Beikraut dominierte – das hat es vorhin auch schon – aber die Unterschiede sind jedoch klar erkennbar. Mir fiel jedes Detail auf. Ein Freund kam zu Besuch vorbei, wir haben uns ein Bier geteilt und das war dann auch eigentlich schon mein Tagesablauf. Ich war eigentlich schmerzfrei, merkte noch die Verspannung im unteren Rücken, aber sonst fühlte ich mich relativ gut. Das war ein Erfolg!

Die folgenden Tage suchte ich dann wieder meinen Arzt des Vertrauens auf, um ihn zu berichten, was während des Spitalsaufenthalts los war. Er war mit der Entwicklung zufrieden und war überrascht wie aufrechtgehend ich in seine Ordination kam, er merkte sofort, dass es mir besser geht, an meiner Haltung.

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