Mein Weg mit einem Bandscheibenvorfall (L5/S1) – #2

Info: Falls du den ersten Teil nicht gelesen hast, dann findest du diesen hier: erster Artikel

Mein Weg mit einem Bandscheibenvorfall L5/S1 – Teil 2

bandscheibenvorfall

Aufgrund der langen Wartezeit habe ich mich entschieden, mich bei einem privaten MRT-Institut untersuchen zu lassen, und bekam für den darauffolgenden Tag einen Termin, der Spaß kostet 200 € – aber das war es auf jeden Fall wert. Ich hätte mit derartigen Beschwerden nicht einen weiteren Monat warten können.

Nach einer schlaflosen Nacht, kam endlich der Tag der MRT-Untersuchung, die etwas umständlich verlief, da es sehr viel Kraft und Hilfe benötigte, mich in die Röhre zu legen. Am Rücken liegend konnte ich mein rechtes Bein nicht durchstrecken, das Problem hatte ich schon länger. Nach circa 20 Minuten in der Röhre und anschließender Hilfe beim Aufstehen, wartete ich, bis relativ rasch die Befundbesprechung stattfand und sich mein Verdacht leider Gottes bestätigte.

Diagnose

Diagnose: Bandscheibenvorfall L5/S1 – und einen ziemlich schweren noch dazu, das mit knapp 25 Jahren. Das war im ersten Moment relativ hart und ich konnte es kaum realisieren. Alles zog an mir vorbei – ich konnte den Moment nicht wahrhaben. Meine Mutter fuhr mit mir, da ich nicht Autofahren konnte, sie sprach mir aufbauend zu – doch im ersten Moment schossen mir unzählige Gedanken durch den Kopf und ich wirke wie paralysiert.

Am nächsten Tag war ich beim Hausarzt, um den Befund zu besprechen und wurde mit einem Fortecortin (Breitband-Cortison) behandelt. Im ersten Moment war ich ziemlich skeptisch, aber durch die entzündungshemmende und abschwellende Wirkung, war ich in diesem Zustand fast angewiesen darauf, beziehungsweise habe es mir eingeredet, aber um die höllischen Schmerzen endlich in den Griff zu bekommen, habe ich es eingenommen. In den ersten Tagen haben die Schmerzen tatsächlich nachgelassen, jedoch leider nicht dauerhaft – aber eine dennoch sehr gute Wirkung. Einige Zeit nach der Einnahme merkte ich Wassereinlagerungen und das Bilden von Dehnungsstreifen an Achsel und Hüfte. Cortison schwächt unteranderem auch das Bindegewebe der Haut und kombiniert mit einer nicht wirklich gesunden Ernährung kann ich mir die Dehnungsstreifen erklären, obwohl ich mich die letzten Monate (circa 10 Monate) vom Gewicht her nicht verändert habe, sondern konstant auf meinem Gewicht blieb.

Wahlarzt

Das hat mich ziemlich belastet, denn, wer hat schon gern Dehnungsstreifen? Ich habe sie eingecremt, mich gesünder ernährt, aber die Narben sind vorhanden. Nach wiederkehrenden starken Schmerzen, habe ich mich entschieden, einen Wahlarzt mit mehr Erfahrung bei diesem Krankheitsbild aufzusuchen, Dr. Günther Loewit. Ein Arzt, den ich über die Dauer der Behandlung, kennen und zu schätzen gelernt habe. Ein interessanter, analytischer und „kompletter“ Arzt. Dr. Günther Loewit ist nebenbei auch Schriftsteller und Autor einiger Romane und kritischen Medizinbüchern. Ich habe dadurch gelernt ein Krankheitsbild/Konflikt anders zu sehen und somit mich auch mit der Psychosomatik („psychische Vorgänge für Entstehung und Verlauf von Krankheiten.“) beschäftigt. Herr Dr. Loewit war allerdings auch der erste Arzt, der mir haargenau erklärt hat, was ein Bandscheibenvorfall genau ist.

Meinen nächsten Artikel findest du hier:
Bandscheibentagebuch #3

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